Die 18-jährige Lena hat gerade ihr Abitur hinter sich und plötzlich liegt das ganze Leben vor ihr. Es sind die 90er-Jahre – eine Zeit ohne Smartphones und Social Media, dafür mit Videotheken, Filmen, Musik und dem Gefühl, dass irgendwie alles möglich ist. Lena steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden und muss herausfinden, welchen Weg sie gehen möchte.
Dabei geht es um Freundschaft, Liebe, Familie, erste große Entscheidungen und natürlich um die Frage, was die Zukunft bringen wird. Ein besonderer Schauplatz ist die Videothek, die im Roman eine wichtige Rolle spielt und sofort das Lebensgefühl dieser Zeit zurückbringt.
Wer in den 90er-Jahren seine Jugend erlebt hat, wird sich in vielen kleinen Details und Situationen wiederfinden. Genau das hat mir besonders gut gefallen. Immer wieder musste ich beim Lesen an meine eigene Jugend denken.
Inka Hanka schreibt wunderbar leicht und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Die Figuren wirken authentisch und besonders die Hauptprotagonistin wächst einem schnell ans Herz. Man fiebert mit ihr mit, freut sich mit ihr und leidet mit ihr. Hinter der Leichtigkeit steckt aber auch viel Gefühl – manche Momente berühren und gehen richtig tief.
Diesen Roman zu lesen ist wie in einem warmen Sommerregen zu stehen und der eigenen Jugend nachzuspüren.
Für mich ein absolutes Lesehighlight und eine wunderbare Zeitreise zurück in die 90er-Jahre.
Mein Tipp: Für alle, die Coming-of-Age-Geschichten lieben und noch einmal in das ganz besondere Lebensgefühl der 90er eintauchen möchten.


